Neue Regeln ab 2024 27.11.2023, 11:58 Uhr

Bei Überlastung darf künftig Strom für Wärmepumpen und E-Autos gedrosselt werden

Wenn es nach den Plänen der Bundesregierung geht, sollen möglichst schnell möglichst viele Wärmepumpen und E-Autos ans Netz. Das Stromnetz darf jedoch nicht überlastet werden. Die Bundesnetzagentur hat daher jetzt Regeln aufgestellt, die das verhindern sollen.

E-Auto laden

Um eine Überlastung des Stromnetzes zu vermeiden, dürfen demnächst Netzbetreiber den Stromfluss für Wärmepumpen und E-Autos drosseln.

Foto: Panthermedia.net/aapsky

Für die Energiewende braucht es jede Menge neuer Wärmepumpen und E-Autos, allerdings droht dabei eine Überlastung des Stromnetzes. Damit das nicht passiert, dürfen Stromnetzbetreiber künftig den Strombezug von neuen steuerbaren Wärmepumpen oder Ladestationen zeitweise einschränken. „Dabei muss eine Mindestleistung immer zur Verfügung stehen, so dass Wärmepumpen betrieben und Elektroautos weiter geladen werden können“, teilte die Bundesnetzagentur am 27. November in Bonn mit.

Reguläre Haushaltstrom nicht betroffen

Durch die neue Regelung haben Verteilnetzbetreiber nun die Befugnis, bei Netzüberlastungen die Stromzufuhr auf bis zu 4,2 Kilowatt zu reduzieren. Diese Maßnahme ermöglicht es, Wärmepumpen weiterhin zu betreiben und Elektroautos in der Regel innerhalb von zwei Stunden für eine Distanz von 50 Kilometern aufzuladen, ohne den regulären Haushaltsstrom zu beeinträchtigen, wie die zuständige Behörde hervorhebt.

Als Ausgleich für diese Regelung erhalten die Besitzer steuerbarer Geräte, wie etwa private Haushalte, finanzielle Vergünstigungen. Diese können entweder in Form einer jährlichen Pauschale auf das Netzentgelt oder als eine 60-prozentige Reduzierung des Strom-Arbeitspreises für die betreffenden Geräte gewährt werden.

Ab 2025 haben Verbraucher, die sich für die Pauschale entscheiden, zusätzlich die Möglichkeit, ein zeitvariables Netzentgelt zu wählen. Dadurch zahlen sie weniger Netzentgelt, wenn sie Strom in Zeiten geringer Netzbelastung beziehen. Ferner dürfen die Netzbetreiber den Anschluss von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen nicht mehr aufgrund möglicher Netzengpässe ablehnen.

Stellenangebote im Bereich Energie & Umwelt

Energie & Umwelt Jobs
SCORE GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur (m/w/d) SCORE GmbH
Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR)-Firmenlogo
Projektingenieurinnen / Projektingenieure oder Projektleitungen Bauwesen (w/m/d) Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR)
Die Autobahn GmbH des Bundes Niederlassung Nord-Firmenlogo
Abteilungsleitung Umweltplanung (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes Niederlassung Nord
Netzgesellschaft Potsdam GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur (m/w/d) Energietechnik - Umspannwerke/Hochspannungsfreileitung - Netzgesellschaft Potsdam GmbH
Potsdam Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Spezialistin oder Spezialist Faunistik (w/m/d) für den Bereich Brückenersatzneubau Die Autobahn GmbH des Bundes
Hannover Zum Job 
Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr-Firmenlogo
Traineeprogramm - Bachelor Fachrichtung Maschinenbau / Energie- und Gebäudetechnik (m/w/d) Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr
bayernweit Zum Job 
Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr-Firmenlogo
Traineeprogramm - Bachelor Fachrichtung Maschinenbau / Energie- und Gebäudetechnik (m/w/d) Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr
Stadtwerke Esslingen am Neckar GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Fachkraft für Nah- und Fernwärme-Hausanschlüsse (m/w/d) Stadtwerke Esslingen am Neckar GmbH & Co. KG
Esslingen am Neckar Zum Job 
Landeshauptstadt Düsseldorf-Firmenlogo
Leitung des städtischen Krematoriums für das Garten-, Friedhofs- und Forstamt Landeshauptstadt Düsseldorf
Düsseldorf Zum Job 
THOST Projektmanagement GmbH-Firmenlogo
Wirtschaftsjurist*in / Ingenieur*in (m/w/d) für Contract & Claimsmanagement in Projektender Energiewende THOST Projektmanagement GmbH
Stuttgart, Mannheim Zum Job 
RES Deutschland GmbH-Firmenlogo
Head of Engineering / Leitung technische Planung Wind- & Solarparks (m/w/d) RES Deutschland GmbH
Vörstetten Zum Job 
MEWA Textil-Service SE & Co. Management OHG-Firmenlogo
Projektingenieur (m/w/d) Elektrotechnik MEWA Textil-Service SE & Co. Management OHG
Wiesbaden Zum Job 
KÜBLER GmbH-Firmenlogo
Techniker / Ingenieur / Fachplaner / TGA (m/w/d) Heizungstechnik und Elektro KÜBLER GmbH
Ludwigshafen Zum Job 
Stadtwerke München GmbH-Firmenlogo
Vertragsmanager*in Großprojekte Mobilität (m/w/d) Stadtwerke München GmbH
München Zum Job 
Hamburger Hochbahn AG-Firmenlogo
Senior - Projektleiter Elektrotechnik Betriebsanlagen (w/m/d) Hamburger Hochbahn AG
Hamburg Zum Job 
Veltum GmbH-Firmenlogo
Planungsingenieur:in für Versorgungstechnik Heizung, Lüftung, Sanitär Veltum GmbH
Waldeck Zum Job 
Stadtwerke Potsdam GmbH-Firmenlogo
Ingenieur/Techniker/Meister (m/w/d) Elektrische Energietechnik Netzausbau Strom Stadtwerke Potsdam GmbH
Potsdam Zum Job 
Hochschule Angewandte Wissenschaften München-Firmenlogo
Professur für Modellbildung und Simulation in der Energie- und Gebäudetechnik (W2) Hochschule Angewandte Wissenschaften München
München Zum Job 
TenneT-Firmenlogo
Asset Spezialist elektrische Eigenbedarfssysteme HVDC-Anlagen (m/w/d) TenneT
Lehrte, Bayreuth Zum Job 
Universität Potsdam-Firmenlogo
Referatsleiter/-in Technisches Gebäudemanagement (w/m/d) Universität Potsdam
Potsdam Zum Job 

Die neuen Regeln gelten ab Januar 2024

Die Bundesnetzagentur erwartet, dass Eingriffe der Netzbetreiber in das Stromnetz nur in seltenen Ausnahmefällen erforderlich sein werden und ohne erhebliche Einbußen an Komfort für die Verbraucher einhergehen. Vollständige Abschaltungen von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen sind nicht gestattet. Zudem müssen Netzbetreiber solche Steuerungseingriffe auf gemeinsamen Internetplattformen publizieren, um Transparenz zu gewährleisten und der Öffentlichkeit zu ermöglichen, Netzüberlastungen in bestimmten Bereichen nachzuvollziehen und den Bedarf an Netzverbesserungen zu erkennen.

Die neuen Regelungen treten ab Januar in Kraft. Für bestehende Anlagen, die bereits eine Steuerungsvereinbarung mit dem Netzbetreiber haben, sind langfristige Übergangsregelungen vorgesehen. Anlagen ohne eine solche Vereinbarung sind dauerhaft von den neuen Regeln ausgenommen, können aber auf freiwilliger Basis teilnehmen. Nachtspeicherheizungen bleiben dauerhaft von den neuen Regelungen ausgeschlossen.

Die Bundesnetzagentur stellt fest, dass ein Großteil der Niederspannungsnetze noch nicht auf den raschen Ausbau von Wärmepumpen und privaten Ladestationen ausgelegt ist. Daher ist es notwendig, die Netze schnell zu optimieren, zu digitalisieren und auszubauen. In Bereichen, in denen diese Netzoptimierung noch nicht erfolgt ist, sollen die neuen Regelungen sowohl die Energiewende im Verkehrs- und Wärmesektor beschleunigen als auch die Versorgungssicherheit im Niederspannungsbereich gewährleisten. (mit dpa)

Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.