Ergebnis veröffentlicht 28.11.2024, 07:00 Uhr

Überraschende Umfrageergebnisse: So stehen die Deutschen zu Atomkraft und erneuerbaren Energien

Das forsa-Institut hat im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) eine repräsentative Umfrage durchgeführt. Das Ergebnis zeigt, dass die Menschen in Deutschland mehr auf erneuerbare Energien setzen und sich mehr Unabhängigkeit von Importen wünschen.

Freiflächensolaranlage steht vor einigen Windkraftanlagen. Ein Symbolbild für mehr erneuerbare Energien in Deutschland.

Erneuerbare Energien liegen bei den Menschen in Deutschland voll im Trend – vor allem mit Blick auf die Zukunft.

Foto: Panthermedia.net / elxeneize

Der Weltklimagipfel COP29 ist gerade erst in Baku zu Ende gegangen. Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind von den Ergebnissen eher enttäuscht. Das gilt vor allem für die, die in ihren Heimatländern bereits heute stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Im Mittelpunkt standen vor allem die Höhe der Zahlungen an die Entwicklungsländer, die ihnen dabei helfen sollen, mehr für den eigenen Klimaschutz vor Ort zu tun und zugleich Anpassungen aufgrund der Veränderungen durch den Klimawandel vorzunehmen. Am Ende einigte man sich auf mindestens 300 Milliarden US-Dollar jährlich. Diese Summe sollen die Industrienationen ab 2026 an die Entwicklungsländer zahlen. In Deutschland herrscht zudem gerade eine interessante Diskussion rund um die Atomkraft: Es gibt durchaus eine Gruppe, die sich für eine Renaissance einsetzt. Allerdings gab es von einem der größten Energieunternehmen in Deutschland, RWE, ein klares „Nein“ zur Wiederbelebung der Atomkraft. Die Begründung: Das koste Milliarden und zudem sei die Endlagerung der hochradioaktiven Abfälle weiterhin nicht gelöst.

Mehr Ausbeute bei Windparks durch nachträglich optimierte Rotorblätter

Insgesamt machen sich die Menschen in Deutschland große Sorgen um die Energieversorgung. Dieser Hintergrund ist durchaus relevant, betrachtet man die Details der Umfrage des forsa-Instituts. Sie hat ergeben, dass die Mehrheit der Deutschen die Unabhängigkeit von Energieimporten will stärken und gleichzeitig Versorgungsengpässe vermeiden.

Mehr Erneuerbare Energien nutzen und unabhängiger werden

Alsz ukunftsträchtige Energieträger betrachtet die Mehrheit besonders die Solarenergie mit 76 Prozent, gefolgt von der Windkraft mit 70 Prozent und Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen mit 66 Prozent. Im Gegensatz dazu befürworten nur 29 Prozent der Befragten eine stärkere Nutzung der Kernenergie. Die Ergebnisse der Umfrage, an der über 1.000 Personen ab 18 Jahren teilnahmen, sind auf die gesamte Bevölkerung in Deutschland übertragbar und bilden somit den größten Teil der Erwachsenen ab.

Stellenangebote im Bereich Energie & Umwelt

Energie & Umwelt Jobs
Netzgesellschaft Potsdam GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur (m/w/d) Energietechnik - Umspannwerke/Hochspannungsfreileitung - Netzgesellschaft Potsdam GmbH
Potsdam Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Spezialistin oder Spezialist Faunistik (w/m/d) für den Bereich Brückenersatzneubau Die Autobahn GmbH des Bundes
Hannover Zum Job 
Energie und Wasser Potsdam GmbH-Firmenlogo
Energy-Analyst (m/w/d) Energie und Wasser Potsdam GmbH
Potsdam Zum Job 
Energieversorgung Halle Netz GmbH über Jacobi consulting GmbH-Firmenlogo
Leiter Netzbetrieb Gas (m/w/d) Energieversorgung Halle Netz GmbH über Jacobi consulting GmbH
Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr-Firmenlogo
Traineeprogramm - Bachelor Fachrichtung Maschinenbau / Energie- und Gebäudetechnik (m/w/d) Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr
bayernweit Zum Job 
Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr-Firmenlogo
Traineeprogramm - Bachelor Fachrichtung Maschinenbau / Energie- und Gebäudetechnik (m/w/d) Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr
Stadtwerke Esslingen am Neckar GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Fachkraft für Nah- und Fernwärme-Hausanschlüsse (m/w/d) Stadtwerke Esslingen am Neckar GmbH & Co. KG
Esslingen am Neckar Zum Job 
Landeshauptstadt Düsseldorf-Firmenlogo
Leitung des städtischen Krematoriums für das Garten-, Friedhofs- und Forstamt Landeshauptstadt Düsseldorf
Düsseldorf Zum Job 
THOST Projektmanagement GmbH-Firmenlogo
Wirtschaftsjurist*in / Ingenieur*in (m/w/d) für Contract & Claimsmanagement in Projektender Energiewende THOST Projektmanagement GmbH
Stuttgart, Mannheim Zum Job 
RES Deutschland GmbH-Firmenlogo
Head of Engineering / Leitung technische Planung Wind- & Solarparks (m/w/d) RES Deutschland GmbH
Vörstetten Zum Job 
MEWA Textil-Service SE & Co. Management OHG-Firmenlogo
Projektingenieur (m/w/d) Elektrotechnik MEWA Textil-Service SE & Co. Management OHG
Wiesbaden Zum Job 
KÜBLER GmbH-Firmenlogo
Techniker / Ingenieur / Fachplaner / TGA (m/w/d) Heizungstechnik und Elektro KÜBLER GmbH
Ludwigshafen Zum Job 
Stadtwerke München GmbH-Firmenlogo
Vertragsmanager*in Großprojekte Mobilität (m/w/d) Stadtwerke München GmbH
München Zum Job 
naturenergie hochrhein AG-Firmenlogo
Projektentwickler kommunale Energielösungen (m/w/d) naturenergie hochrhein AG
Rheinfelden (Baden) Zum Job 
Stadtwerke Augsburg Energie GmbH-Firmenlogo
TGA-Planer*in / Ingenieur*in / Techniker*in (m/w/d) technische Gebäudeausrüstung Stadtwerke Augsburg Energie GmbH
Augsburg Zum Job 
Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR)-Firmenlogo
Abteilungsleitung Deponien und Altablagerungen (w/m/d) Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR)
Kromberg & Schubert Automotive GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Ingenieur / Materialwissenschaften (m/w/d) Kromberg & Schubert Automotive GmbH & Co. KG
Abensberg Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Ingenieur (w/m/d) für Geotechnik, Abfall, Altlasten und Georisiken Die Autobahn GmbH des Bundes
Nürnberg Zum Job 
Hamburger Hochbahn AG-Firmenlogo
Senior - Projektleiter Elektrotechnik Betriebsanlagen (w/m/d) Hamburger Hochbahn AG
Hamburg Zum Job 
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung-Firmenlogo
Technische Referentin / Technischer Referent (w/m/d) Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Auffällig ist, dass vor allem die 18- bis 29-Jährigen und die über 60-Jährigen die Ansicht vertreten, dass erneuerbare Energien der Schlüssel zu mehr Energieunabhängigkeit sind. Die Atomenergie sehen sie nicht als die adäquate Lösung an, dafür stimmten lediglich 29 Prozent. Eine zukunftsträchtige Versorgung mit Erdgas betrachten nur 13 Prozent als sinnvoll, Kohle rutscht mit nur fünf Prozent Zustimmung auf den letzten Rang.

„Zukunft der Energieversorgung gehört den erneuerbaren Energien“

Betrachtet man die Ergebnisse in den Altersgruppen, ist es vor allem die jüngere Gruppe, die in erster Linie den Ausbau von Windkraft befürwortet (78 Prozent), während die mittleren Altersgruppen hier nur einen Zuspruch in Höhe von 67 und 63 Prozent geben. Die über 60-Jährigen wären mit 72 Prozent dafür. Einig sind sich die Altersgruppen, wenn es um die stärkere Nutzung der Solarenergie geht: Hier stimmten in allen Gruppen mehr als 70 Prozent für eine stärkere Nutzung. Die Akzeptanz von Kohle als Energieträger ist hingegen in allen Altersgruppen sehr gering und sinkt bei den 45- bis 59-Jährigen auf nur noch 2 Prozent.

DBU-Generalsekretär Alexander Bonde betont, dass geopolitische Ereignisse für die Frage nach den zukünftigen Energieträgern in Deutschland eine enorme Bedeutung habe. Diese Ereignisse beeinflussten durchaus die Ergebnisse. Eine Rolle spielten seiner Ansicht nach der Ausstieg Deutschlands auf der Atomkraft im Jahr 2023 sowie der immer noch anhaltende Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. „Die Zukunft der Energieversorgung gehört den erneuerbaren Energien. Sie sind zugleich der Garant für mehr Umweltschutz. Das hat die Mehrheit der Deutschen erkannt“, fasst Alexander Bonde die Umfrageergebnisse zusammen.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat die Umfrage samt Ergebnissen in ihrem DBU-Umweltmonitor Digitalisierung und Nachhaltigkeit veröffentlicht. Die DBU ist eine der größten Stiftungen in Europa und konzentriert sich auf die Förderung innovativer und beispielhafter Projekte zum Umweltschutz. Sie wurde 1991 gegründet und hat seitdem mehr als 11.100 Projekte mit rund 2,08 Millionen Euro Fördervolumen unterstützt. Die Stiftung verfügt über ein Kapital in Höhe von etwa 2,5 Milliarden Euro.

Ein Beitrag von:

  • Nina Draese

    Nina Draese hat unter anderem für die dpa gearbeitet, die Presseabteilung von BMW, für die Autozeitung und den MAV-Verlag. Sie ist selbstständige Journalistin und gehört zum Team von Content Qualitäten. Ihre Themen: Automobil, Energie, Klima, KI, Technik, Umwelt.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.