Daten für Sicherheitssysteme 25.08.2014, 07:55 Uhr

Audi, BMW und Daimler entwickeln virtuellen Crashtest-Dummy

Crashtest-Dummies bekommen virtuelle Unterstützung: ein Computermodell, welches das Schutzverhalten der Menschen vor einem Aufprall simuliert. Hinter der Entwicklung stecken Audi, BMW, Daimler, Porsche und Volkswagen, die allesamt mehr Daten für bessere Sicherheitssystemen brauchen. 

Das Computermodell simuliert das Verhalten der Autoinsassen kurz vor dem Crash: Die meisten drehen sich beispielswiese instinktiv zur Seite und ziehen den Kopf ein. 

Das Computermodell simuliert das Verhalten der Autoinsassen kurz vor dem Crash: Die meisten drehen sich beispielswiese instinktiv zur Seite und ziehen den Kopf ein. 

Foto: Virtual Vehicle

Autoinsassen drehen sich kurz vor einem Aufprallunfall zur Seite, ziehen den Kopf ein oder verkrampfen alle Muskeln. Um sich zu schützen, bereiten sie sich instinktiv auf den Crash vor, den sie auf sich zukommen sehen. Ihr komplexes Verhalten wirkt sich auf den Unfallhergang aus und beeinflusst seinen Ausgang.

Das aktive Reaktionsvermögen herkömmlicher Crashtest-Dummys ist hingegen quasi gleich Null. In herkömmlichen Crashtests können deshalb die Bewegungen der Autoinsassen kurz vor dem Crash, also in der so genannten Pre-Crash-Phase, bislang nicht nachvollzogen werden. Dummies haben eben keine Schrecksekunde. Doch im österreichischen Virtual Vehicle Research Center arbeiten Forscher daran, diese Lücke zu schließen.

Computer simuliert Reaktionen der Insassen

Virtual Vehicle ist ein international agierendes Forschungs- und Entwicklungszentrum in Graz, das sich mit Fahrzeugentwicklung und Fahrzeugkonzepten für Straße und Schiene befasst. Hier wird das Occupant Model for Integrated Safety (OM4IS) entwickelt, ein numerisches Simulationsmodell, das den menschlichen Körper mit seinen Muskeln virtuell nachbildet und die Pre-Crash-Phase berücksichtigt.

Die Daten für das Simulationsmodell lieferten Personen, die in einem Testauto Bremsmanöver und plötzliche Spurwechsel über sich ergehen lassen mussten. 

Die Daten für das Simulationsmodell lieferten Personen, die in einem Testauto Bremsmanöver und plötzliche Spurwechsel über sich ergehen lassen mussten.

Quelle: Virtual Vehicle

Stellenangebote im Bereich Forschung & Entwicklung

Forschung & Entwicklung Jobs
RHEINMETALL AG-Firmenlogo
Verstärkung für unsere technischen Projekte im Bereich Engineering und IT (m/w/d) RHEINMETALL AG
deutschlandweit Zum Job 
PFISTERER Kontaktsysteme GmbH-Firmenlogo
High Voltage Testing Specialist (w/m/d) PFISTERER Kontaktsysteme GmbH
Winterbach Zum Job 
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH-Firmenlogo
Ingenieur-Trainee in der Pharmazeutischen Produktion - all genders Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Frankfurt am Main Zum Job 
Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY-Firmenlogo
Feinwerkmechanikerin (w/m/d) für Vakuumsysteme von Beschleunigern Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY
Hamburg Zum Job 
Solventum Germany GmbH-Firmenlogo
Prozessingenieur Automatisierungstechnik / Mechatronik / Maschinenbau (m/w/*) Solventum Germany GmbH
Seefeld Zum Job 
HERRENKNECHT AG-Firmenlogo
Leiter Mechanische Bearbeitung (m/w/d) HERRENKNECHT AG
Schwanau Zum Job 
Steinmeyer Mechatronik GmbH-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur (m/w/d) Steinmeyer Mechatronik GmbH
Dresden Zum Job 
pro-beam GmbH & Co. KGaA-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur (m/w/d) Elektronenstrahl Schweißtechnik pro-beam GmbH & Co. KGaA
pro-beam GmbH & Co. KGaA-Firmenlogo
Maschinenbauingenieur / Wirtschaftsingenieur als Industrial Engineer / Fertigungsplaner (m/w/d) pro-beam GmbH & Co. KGaA
Celonic Deutschland GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Technical Team Manager (w/m/d) Qualification & Asset Change Control Celonic Deutschland GmbH & Co. KG
Heidelberg Zum Job 
BAM - Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung-Firmenlogo
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) der Fachrichtung Maschinenbau, Physikalische Ingenieurwissenschaft, Produktionstechnik, Werkstoffwissenschaft oder vergleichbar BAM - Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Berlin-Steglitz Zum Job 
BAM - Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung-Firmenlogo
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) der Fachrichtung Maschinenbau, Physikalische Ingenieurwissenschaft, Produktionstechnik, Werkstoffwissenschaft oder vergleichbar BAM - Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Berlin-Steglitz Zum Job 
Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft-Firmenlogo
W2-Professur "Lasermaterialbearbeitung" Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft
ULTRA REFLEX GmbH-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur Kunststoff (m/w/d) Entwicklung und Optimierung von Produkten und Prozessen ULTRA REFLEX GmbH
Willstätt Zum Job 
Hochschule Esslingen - University of Applied Sciences-Firmenlogo
Professor:in für das Lehrgebiet Carl-Zeiss-Stiftungsprofessur für Produktions- und Herstellverfahren von Wasserstoffsystemen Hochschule Esslingen - University of Applied Sciences
Göppingen Zum Job 
Max-Planck-Institut für Plasmaphysik-Firmenlogo
Ingenieur*in der Fachrichtung Elektrotechnik Max-Planck-Institut für Plasmaphysik
Greifswald Zum Job 
MICON Gruppe-Firmenlogo
Ingenieur (m/w/d) MICON Gruppe
Nienhagen Zum Job 
Max-Planck-Institut für Astronomie-Firmenlogo
Astronom*in / Physiker*in / Ingenieur*in (m/w/d) für Adaptive Optik Max-Planck-Institut für Astronomie
Heidelberg Zum Job 
Max-Planck-Institut für Kernphysik-Firmenlogo
Bauingenieur oder Architekt (w/m/d) Max-Planck-Institut für Kernphysik
Heidelberg Zum Job 
Karlsruher Institut für Technologie-Firmenlogo
Ingenieurin / Ingenieur (w/m/d) im Bereich mechanische Entwicklung und Projektleitung Karlsruher Institut für Technologie
Eggenstein-Leopoldshafen Zum Job 

Das Modell ist in der Lage, die ganze Vielfalt an möglichen Bewegungsreaktionen der Insassen auch kurz vor einem Unfall zu simulieren.

Virtueller Dummy soll Sicherheitssysteme verbessern

Lebende Probanden lieferten die Daten zur Berechnung der Bewegungsabläufe bei einem Unfallhergang. Die Testpersonen wurden als Beifahrer verschiedenen Notbremsmanövern und plötzlichen Spurwechselmanövern ausgesetzt. Dabei wurden ihre Bewegungen, also ihr kinematisches Verhalten, ebenso aufgezeichnet wie ihre Muskelaktivitäten. Die Ergebnisse wurden in das digitale Dummymodell integriert. Auf diese Weise liegen die Bewegungen ganz nah an der Realität.

Am Projekt beteiligt sind Forschungspartner wie die TU Graz und Industriepartner wie Audi, BMW, Daimler, Porsche und Volkswagen. Die Ergebnisse der numerischen Simulation menschlicher Bewegungen fließen in die Entwicklung aktiver und integraler Sicherheitssysteme wie dem Notbremsassistenten ein.

 

Ein Beitrag von:

  • Susanne Neumann

    Susanne Neumann ist Webjournalistin. „Inhalt mit Anspruch“ ist das Motto der freien Journalistin und Online-Redakteurin. Sie steht für gründliche Recherche, eine verständliche Darstellung auch komplizierter Sachverhalte und Freude am Thema. Sie hat  Politik-, Theater-, und Kommunikationswissenschaften studiert.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.