Gecko Gloves 19.12.2014, 06:55 Uhr

US-Ingenieure klettern wie Spider-Man an Fassaden

Wie Spider-Man Fassaden hochklettern: Diesem Traum sind Ingenieure aus den USA ein Stück näher gerückt. Sie entwickeln die Gecko Gloves, die nach dem Echsenprinzip bombenfest an glatten Oberflächen haften. 

Für Spider-Man ist das Klettern an Fassaden ein Kinderspiel. Von dieser Fähigkeit träumen die Ingenieure der Stanford Universität. Sie tüfteln deshalb an den sogenannten Gecko Gloves. 

Für Spider-Man ist das Klettern an Fassaden ein Kinderspiel. Von dieser Fähigkeit träumen die Ingenieure der Stanford Universität. Sie tüfteln deshalb an den sogenannten Gecko Gloves. 

Foto: Sony Pictures

Mühelos wie ein Gecko die Wände hochklettern – wer wünscht sich diese Fähigkeit nicht. Selbst auf Glasscheiben können die Tierchen flott an Gebäuden hochsausen, ohne sich dabei Sorgen um die Schwerkraft zu machen. Die Idee des senkrechten Kletterns verfolgen Wissenschaftler schon seit einiger Zeit. Elliot Hawkes und seine Kollegen von der Stanford University in Kalifornien haben sie jetzt in die Praxis umgesetzt.

Anwender muss kein muskelbepacktes Kletteras sein

Die Forscher haben 140 Quadratzentimeter große Haftpads entwickelt. Der Träger kann sie abwechselnd an die Glasfassade kleben und wieder ablösen. Ein muskelbepacktes Kletterass muss er dafür nicht sein: An den Pads sind nämlich lange Stangen mit Fußplatten befestigt, die das System zu einer Art Leiter machen. „Für mich ist dieser Teil der Ausrüstung das Cleverste“, sagt Elmar Kroner, der als Materialforscher am Leibniz-Institut für neue Materialien an ähnlichen Projekten arbeitet. „Indem sie Hand und Fuß koppeln, verhindern sie, dass der Körper des Kletterers sich zu weit von der Wand entfernt. Täte er das, würde die Belastung auf dem einzelnen Haftpad zu groß, und der Kletterer würde abstürzen.“

Dank keilförmiger Mikrostrukturen aus dem Kunststoff Polydimenthylsiloxan haften die Gecko Gloves an der Glasoberfläche. An den Pads sind lange Stangen mit Fußplatten befestigt. 

Dank keilförmiger Mikrostrukturen aus dem Kunststoff Polydimenthylsiloxan haften die Gecko Gloves an der Glasoberfläche. An den Pads sind lange Stangen mit Fußplatten befestigt.

Quelle: Stanford University

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Geckos haben an ihren Füßen spezielle Borsten. An ihnen befinden sich Hundertausende feine Härchen mit elektrischer Klebekraft. Mit ihnen haftet das Tier so stark an der Oberfläche, dass es bis zu neun weitere Artgenossen auf dem Rücken tragen könnte, ohne von der Wand zu fallen. Durch Winkelveränderung löst es den Fuß wieder.

Keilförmige Mikrostrukturen sorgen für Klebekraft der Gecko Gloves

Die Forscher hingegen verwendeten keilförmige Mikrostrukturen aus dem Kunststoff Polydimenthylsiloxan. Sie brachten kleinste Kacheln dieses Materials auf den achteckigen Greifplatten an. Je stärker der Kletterer die Kacheln andrückt, desto mehr verlieren sie ihre Steifigkeit. Sie entwickeln dann eine Klebekraft, die mühelos einen 70 Kilogramm schweren Kletterer trägt.

Jetzt wollen die Forscher ermöglichen, dass das Haftsystem auch auf verunreinigten Flächen funktioniert. Dann könnte es auch im Alltag zum Einsatz kommen. Ein ähnliches System wurde bereits von der US-Rüstungsforschungsagentur Darpa im Juni vorgestellt.

 

Ein Beitrag von:

  • Petra Funk

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